Glossar – Fachbegriffe der technischen Übersetzung
164 Begriffe aus Maschinenbau, Automotive, eMobility, Batterietechnik, Intralogistik, Verpackung, Defence und mehr – verständlich erklärt, mit praxisnahem Übersetzungs-Tipp aus 19 Jahren Fachübersetzungs-Erfahrung.
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A
ADAS
Automotive-Normen
Advanced Driver Assistance Systems – Fahrerassistenzsysteme, die den Fahrer in komplexen Situationen unterstützen oder das Fahrzeug teilautonom steuern. Dazu gehören Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat, Notbremsassistent und automatisierte Einparkfunktionen. ADAS-Komponenten unterliegen den strengen Sicherheitsanforderungen der ISO 26262 und sind ein zentrales Wachstumsfeld für Tier-2- und Tier-3-Zulieferer.
AFIR (Alternative Fuels Infrastructure Regulation)
eMobility-Normen
Verordnung (EU) 2023/1804 über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe; gilt seit 13. April 2024 unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten und ersetzt die frühere AFID-Richtlinie. Sie setzt verbindliche, gestaffelte Ausbauziele für die öffentliche Ladeinfrastruktur – etwa Schnellladestationen ab 150 kW alle 60 km entlang des TEN-T-Kernnetzes bis Ende 2025 – sowie Vorgaben zu Ad-hoc-Laden, Bezahlung und Datenbereitstellung.
AGV (Automated Guided Vehicle)
Intralogistik & Logistik
Automatisch geführtes Fahrzeug, das festgelegten Routen oder Leitlinien folgt (z. B. induktiv, optisch oder per Magnetband). AGV ist die internationale Bezeichnung; im Deutschen entspricht ihm das einzelne FTS-Fahrzeug.
AIAG
Automotive-Normen
Automotive Industry Action Group – Verband nordamerikanischer Automobilhersteller, der zentrale Standards für die Automotive-Lieferkette definiert (insbesondere PPAP, APQP, FMEA). Während VDA der deutsche Pendant ist, dominiert AIAG die US-Lieferkette. Wir übersetzen regelmäßig AIAG-konforme Dokumente für DACH-Zulieferer, die OEMs in Nordamerika beliefern.
AMR (Autonomous Mobile Robot)
Intralogistik & Logistik
Autonom navigierender mobiler Roboter, der – anders als das spurgebundene AGV – seine Route frei plant und Hindernissen ausweicht. Stark wachsendes Segment der modernen Intralogistik.
Amtssprache
Sprachenwelt
Die offiziell anerkannte Sprache eines Staates oder einer Verwaltungseinheit, in der Behörden, Gerichte und Gesetze kommunizieren. Im EU-Kontext besonders relevant: Nach der EU-Maschinenverordnung 2023/1230 muss eine Betriebsanleitung in den Amtssprachen aller Länder vorliegen, in denen die Maschine in Verkehr gebracht wird. Wer in fünf EU-Ländern verkauft, braucht fünf Sprachen.
APQP
Automotive-Normen
Advanced Product Quality Planning – strukturierter Planungsprozess in der Automobilindustrie zur Entwicklung neuer Produkte, vom Konzept bis zur Serienreife. Pflichtprozess für IATF-zertifizierte Unternehmen, eng verzahnt mit PPAP und FMEA. Die zugehörige Doku ist umfangreich und wird in der globalen Lieferkette in viele Sprachen übersetzt.
ASD-STE100
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
ASD Simplified Technical English (Specification ASD-STE100) – international anerkannter Standard für kontrolliertes Englisch in der militärischen und Aerospace-Dokumentation, herausgegeben von der AeroSpace and Defence Industries Association of Europe. Definiert ein eingeschränktes Vokabular (etwa 900 zugelassene Wörter) und klare Satzregeln, um Mehrdeutigkeiten in sicherheitsrelevanten Texten zu vermeiden. Pflicht bei vielen Defence- und Aerospace-Programmen weltweit.
AS/RS (Automated Storage and Retrieval System)
Intralogistik & Logistik
Automatisiertes Lager- und Bereitstellungssystem aus Regalstruktur, Regalbediengeräten und Steuerung zur automatischen Ein- und Auslagerung. International gängiger Branchenbegriff.
ATEX
Verpackungs-Normen
Atmosphères Explosibles – EU-Richtlinien (2014/34/EU und 1999/92/EG) für den Explosionsschutz in Industrieanlagen. Relevant für alle Bereiche, in denen brennbare Gase, Dämpfe oder Stäube auftreten – also Chemie, Pharma, Verpackung von Lebensmitteln (Mehl, Zucker), Lackier-Anlagen. Dokumente nach ATEX müssen extrem präzise übersetzt werden, weil Fehlübersetzungen Audits gefährden und im Schadensfall haftungsrelevant sind.
AWG
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
Außenwirtschaftsgesetz – deutsches Gesetz zur Regelung des Außenwirtschaftsverkehrs, ergänzt durch die Außenwirtschaftsverordnung (AWV). Regelt insbesondere Ausfuhrbeschränkungen, Embargo-Vorschriften und Genehmigungspflichten für Dual-Use-Güter und Rüstungsexporte. Für Hersteller, die in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie einsteigen, ist die AWG-Compliance ein zentrales Thema.
B
BAAINBw
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr – zentrale Beschaffungsbehörde der Bundeswehr mit Sitz in Koblenz. Verantwortlich für die Ausschreibung, Beschaffung und den Lebenszyklus von Wehrmaterial. BAAINBw-Lastenhefte (TL = Technische Lieferbedingungen) sind das maßgebliche Vertragsdokument bei Aufträgen für die Bundeswehr und haben eine eigene formale Sprache.
BAFA
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – deutsche Behörde mit Sitz in Eschborn, zuständig für die Genehmigung von Exporten genehmigungspflichtiger Güter (Dual-Use, Rüstungsgüter). Hersteller, die in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie einsteigen, kommen am BAFA nicht vorbei: Hier werden Ausfuhrgenehmigungen beantragt, Endverbleibserklärungen geprüft und Embargo-Bestimmungen durchgesetzt.
Battery Passport (Digitaler Batteriepass)
Batterie-Begriffe
Digitaler Produktpass für Batterien, eingeführt durch die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542. Er bündelt modell- und exemplarspezifische Informationen – CO₂-Fußabdruck, Rezyklatanteil, Haltbarkeit, Materialzusammensetzung und Prüfdaten – und ist über einen QR-Code abrufbar. Verpflichtend ab dem 18. Februar 2027 für EV-Batterien, LV-Batterien (leichte Verkehrsmittel) und Industriebatterien über 2 kWh. Der Batteriepass ist zugleich der erste verpflichtende Anwendungsfall des Digitalen Produktpasses (DPP) und damit Vorreiter für weitere Produktgruppen.
BEV
Automotive-Begriffe
Battery Electric Vehicle – vollelektrisches Fahrzeug, das ausschließlich von einer Batterie und einem Elektromotor angetrieben wird. Abgrenzung zu HEV (Hybrid), PHEV (Plug-in-Hybrid) und FCEV (Brennstoffzelle). Im Automotive-Doku-Alltag ein zentrales Akronym, weil Zulieferer parallele Produktlinien für ICE und BEV pflegen müssen.
BMS (Battery Management System)
Batterie-Begriffe
Elektronisches Steuerungssystem, das eine Batterie überwacht und schützt: Zellspannungen, Temperatur, Ladezustand (SoC) und Gesundheitszustand (SoH), dazu Zellbalancing und Sicherheitsabschaltungen. Das BMS ist sicherheits- und leistungskritisch in Elektrofahrzeugen und stationären Speichern.
Bordnetz
Automotive-Begriffe
Gesamtheit der elektrischen Energieversorgung und -verteilung im Fahrzeug – von der Batterie über Leitungen, Sicherungen und Steuergeräte bis zu den Verbrauchern. In Elektrofahrzeugen unterscheidet man Hochvolt-Bordnetz (Antrieb, Laden) und Niedervolt-Bordnetz (Steuerung, Komfort). Eng verbunden mit dem Kabelbaum, aber nicht damit gleichzusetzen.
C
CAT-Tool
Übersetzungs-Begriffe
Computer-Aided Translation Tool – Software, die Fachübersetzer bei der Arbeit unterstützt, indem sie Texte in Segmente zerlegt, Übersetzungs-Speicher (Translation Memory) und Terminologie-Datenbanken anbindet und Qualitätsprüfungen automatisiert. Wichtige Vertreter: SDL Trados Studio, memoQ, Across. CAT-Tools sind heute der Standard professioneller Übersetzungsarbeit – sie sparen Kosten, sichern Konsistenz und sind nicht zu verwechseln mit maschineller Übersetzung.
CCMS
Datei- und Tool-Formate
Component Content Management System – Redaktionssystem für modulare technische Dokumentation. Statt vollständige Handbücher zu schreiben, werden einzelne Module (z. B. Sicherheitshinweise, Bedienschritte) zentral verwaltet und je nach Bedarf zu Dokumenten zusammengesetzt. Bekannte CCMS: SCHEMA ST4, COSIMA, TIM-RS. Vorteil: Übersetzungs-Kosten sinken drastisch, weil jedes Modul nur einmal übersetzt wird.
CE-Konformitätserklärung
Maschinenbau-Normen
Schriftliche Erklärung des Herstellers, dass ein Produkt den geltenden EU-Richtlinien entspricht. Pflicht für viele Produkte, die in der EU in Verkehr gebracht werden – insbesondere Maschinen, Elektrogeräte und Medizinprodukte. Die CE-Erklärung muss in allen Amtssprachen der Zielländer mitgeliefert werden. Eine fehlerhafte Übersetzung kann Marktrückzug, Bußgelder und Haftungsrisiken bedeuten.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Maschinenbau
21 CFR Part 11
Verpackungs-Normen
Title 21, Code of Federal Regulations, Part 11 – US-FDA-Regelwerk für elektronische Aufzeichnungen und elektronische Signaturen in regulierten Industrien (Pharma, Medizintechnik, Biotech). Definiert Anforderungen an Software-Validierung, Audit-Trails, Zugriffskontrolle und elektronische Unterschriften. Pflicht für US-Marktzugang von Pharma- und Medizinprodukten – und für die zugehörige IQ/OQ/PQ-Dokumentation.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Verpackungsmaschinen
CIP / SIP
Verpackungs-Normen
Cleaning in Place / Sterilization in Place – Reinigungs- und Sterilisationsverfahren in geschlossenen Anlagen, ohne Demontage der Anlagenkomponenten. CIP entfernt Produktrückstände, SIP sterilisiert die Anlage anschließend für den nächsten Produktionszyklus. Beide Verfahren sind in Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie Standard und müssen in Validierungsdokumentation, SOPs und Bedienanleitungen exakt beschrieben sein.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Verpackungsmaschinen
CLP-Verordnung
Pharma- & Chemie-Normen
Die CLP-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über Classification, Labelling and Packaging) regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen in der EU und setzt das global harmonisierte System (GHS) um. Sie bestimmt, welche Gefahrenpiktogramme, Signalwörter sowie H- und P-Sätze auf Etiketten und in Sicherheitsdatenblättern erscheinen müssen. Die jüngste Revision (EU) 2024/2865 wurde per „Stop-the-clock"-Verordnung auf den 1. Januar 2028 verschoben.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
CMRT
Automotive-Normen
Conflict Minerals Reporting Template – standardisiertes Formular zur Erfassung von Konfliktrohstoffen (Tantal, Wolfram, Zinn, Gold) in der Lieferkette. Pflicht für Tier-Zulieferer, die an US-amerikanische OEMs liefern (Dodd-Frank Act). Wird oft zusammen mit IMDS-Daten gepflegt und in mehreren Sprachen ausgefüllt.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Automotive
COMOS
Anlagentechnik-Begriffe
Anlagentechnik-Software von Siemens für Anlagenplanung, Engineering und Lebenszyklus-Management von Prozessanlagen. Wird in der chemischen Industrie, Pharma und Anlagenbau eingesetzt. COMOS-Exporte (oft XML-basiert) enthalten Anlagen-Topologien, P&IDs und Engineering-Daten, die in der globalen Anlagen-Doku übersetzt werden müssen.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Anlagentechnik
COSIMA
Datei- und Tool-Formate
Komponentenbasiertes Redaktionssystem (CCMS) der Firma DOSCO, eingesetzt in der technischen Dokumentation. Verwaltet Doku-Module und Variablen für unterschiedliche Produkt-Varianten. Übersetzungen erfolgen direkt am Modul – ein einzelnes Modul wird einmal übersetzt und in allen Publikationen wiederverwendet, in denen es vorkommt.
CSV (Computer System Validation)
Pharma- & Chemie-Normen
Die Computer System Validation (CSV) ist der dokumentierte Nachweis, dass computergestützte Systeme in regulierten (GxP-)Umgebungen zuverlässig und reproduzierbar arbeiten. Sie ist eng mit EU GMP Annex 11 und der FDA-Regelung 21 CFR Part 11 verknüpft und stützt sich auf Qualifizierungsschritte wie IQ/OQ/PQ. Validierungsdokumente sind regelmäßig zu übersetzen.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
Cyber Resilience Act (CRA)
IT & Software-Begriffe
Verordnung (EU) 2024/2847 mit horizontalen Cybersicherheitsanforderungen für „Produkte mit digitalen Elementen“ (Hard- und Software). In Kraft seit Dezember 2024; Meldepflichten ab September 2026, die Hauptpflichten ab Dezember 2027. Verlangt unter anderem sichere Entwicklung, Schwachstellenmanagement und CE-Kennzeichnung – und ergänzt die NIS2-Richtlinie auf Produktebene.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen IT & Software
D
Digitaler Produktpass (DPP)
IT & Software-Begriffe
Strukturierter, elektronischer Datensatz, der Produktinformationen über den gesamten Lebenszyklus bündelt – Materialzusammensetzung, Herkunft, Reparatur- und Recyclinghinweise, Umweltkennzahlen – und über einen maschinenlesbaren Datenträger, meist einen QR-Code, abrufbar ist. Rechtsgrundlage ist die EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR, Verordnung (EU) 2024/1781), in Kraft seit 18. Juli 2024; die konkreten Anforderungen kommen produktgruppenweise über delegierte Rechtsakte. Erster verpflichtender DPP ist der digitale Batteriepass (ab 18. Februar 2027 über die EU-Batterieverordnung 2023/1542); weitere Produktgruppen wie Textilien, Elektronik und Bauprodukte folgen gestaffelt.
DIN EN 415
Verpackungs-Normen
Normenreihe zur Sicherheit von Verpackungsmaschinen (mehrere Teile für verschiedene Maschinentypen). Sie ist Pflicht-Grundlage der CE-Konformität und auf der Verpackungsmaschinen-Seite bereits in der FAQ genannt.
DIN EN 60204
Maschinenbau-Normen
Norm für die elektrische Ausrüstung von Maschinen (Teil 1: allgemeine Anforderungen). Sie ist eine Pflicht-Grundlage der CE-Konformität und Brücke zum Schaltschrankbau – relevant überall dort, wo Maschinensteuerung und Schaltanlagen dokumentiert werden.
DIN EN 61439
Maschinenbau-Normen
Europäische Normenreihe für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen. Definiert Anforderungen an Aufbau, Prüfung und Dokumentation von Schaltschränken und Schaltanlagen bis 1000 V Wechselspannung. Pflicht für CE-Konformität im Schaltschrankbau – die Norm regelt unter anderem Prüfanforderungen, Schutzarten, Kennzeichnung und Begleitdokumentation in allen Amtssprachen der Zielländer.
DITA
Datei- und Tool-Formate
Darwin Information Typing Architecture – XML-basierter Standard für strukturierte, modulare technische Dokumentation. Wird häufig in CCMS verwendet und ermöglicht Wiederverwendung von Inhalten über mehrere Dokumente hinweg. DITA-Topics werden separat übersetzt und automatisch in unterschiedliche Publikationen eingebettet.
DORA (Digital Operational Resilience Act)
IT & Software-Begriffe
Verordnung (EU) 2022/2554 zur digitalen operationalen Resilienz des Finanzsektors. Gilt seit Januar 2025 und verpflichtet Banken, Versicherer und ihre IKT-Dienstleister zu Risikomanagement, Vorfallmeldung, Resilienztests und strenger Steuerung von Drittanbietern. Relevant für Software- und IT-Dienstleister, die den Finanzsektor beliefern.
Dual-Use-Verordnung
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
EU-Verordnung 2021/821 zur Kontrolle der Ausfuhr von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck – also Produkten, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Regelt Genehmigungspflichten, Listenführung und Endverbleibsnachweise für sensitive Technologien wie Sensorik, Verschlüsselung, Werkstoffe und Maschinen. Zentrale rechtliche Grundlage für viele Industrieunternehmen, die in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie einsteigen.
E
E-Achse
Automotive-Begriffe
Kompakte Antriebseinheit für Elektrofahrzeuge, die Elektromotor, Leistungselektronik (Inverter) und Getriebe in einer Baugruppe integriert. Die E-Achse (engl. „eAxle“) ist ein zentrales Bauteil moderner BEV-Plattformen und ein wichtiges Geschäftsfeld für Tier-1- und Tier-2-Zulieferer.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen eMobility
eCTD
Pharma- & Chemie-Normen
Das electronic Common Technical Document (eCTD) ist das elektronische Standardformat für die Einreichung von Zulassungsdossiers bei Behörden wie EMA und FDA. Sein Inhalt ist in fünf Module gegliedert, von denen Modul 1 regional und sprachspezifisch ist. Das Format strukturiert große Mengen an Zulassungsunterlagen einheitlich.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
ECU
Automotive-Begriffe
Electronic Control Unit – Steuergerät im Fahrzeug, das eine bestimmte Funktion oder Funktionsgruppe regelt (Motor, Getriebe, ABS, Airbag, Infotainment). Moderne Fahrzeuge enthalten 50–100 ECUs, vernetzt über CAN-, LIN-, FlexRay- und Ethernet-Bussysteme. ECU-Entwicklung unterliegt strengen Sicherheitsanforderungen nach ISO 26262 und zunehmend Cybersecurity-Vorgaben nach ECE R155.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Automotive
EHEDG
Verpackungs-Normen
European Hygienic Engineering & Design Group – Konsortium, das Hygienestandards für die Lebensmittel- und Pharma-Verarbeitung definiert. EHEDG-zertifizierte Anlagen erfüllen strenge Reinigbarkeit-Anforderungen, die in der Doku exakt wiedergegeben werden müssen. Relevant insbesondere für Verpackungsmaschinen-Hersteller, die Lebensmittel-Kunden beliefern.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Verpackungsmaschinen
eIFU
Medizintechnik-Normen
Eine eIFU (electronic Instructions for Use) ist die elektronische Bereitstellung der Gebrauchsanweisung statt oder ergänzend zur Papierform. Für bestimmte Produkte und professionelle Anwender ist sie nach der Verordnung (EU) 2021/2226 unter definierten Bedingungen zulässig. Inhaltlich gelten dieselben Anforderungen wie für die gedruckte Gebrauchsanweisung.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Medizintechnik
EMA
Pharma- & Chemie-Normen
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA) ist die EU-Behörde, die Humanarzneimittel wissenschaftlich bewertet und überwacht. Über das zentralisierte Verfahren koordiniert sie die EU-weite Zulassung und gibt verbindliche Vorlagen für die Produktinformation heraus. Für übersetzte Texte ist sie damit der maßgebliche Bezugspunkt jeder europäischen Zulassung.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
EN 528
Intralogistik & Logistik
Europäische Norm mit den Sicherheitsanforderungen für Regalbediengeräte (RBG) – schienengeführte Geräte zur automatischen Ein- und Auslagerung in Hochregallagern. Sie ist maßgeblich für die CE-Konformität und die Sicherheitsdokumentation automatisierter Lager.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Intralogistik & Logistiksysteme
EN 9100
Maschinenbau-Normen
QM-Norm für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung – das Aerospace-Pendant zur Automotive-Norm IATF 16949, aufbauend auf ISO 9001. Relevant für Zulieferer, die in Defence- und Aerospace-Lieferketten einsteigen.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Maschinenbau
EN ISO 13849
Maschinenbau-Normen
Norm für die sicherheitsbezogenen Teile von Steuerungen – sie bewertet über den Performance Level (PL), wie zuverlässig eine Sicherheitsfunktion ausgeführt wird. Querschnittsnorm des Maschinenbaus, auch für die FTS-Sicherheit in der Intralogistik relevant.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Maschinenbau
EN ISO 15118
eMobility-Normen
Normenreihe für die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladesäule. Sie ist die Grundlage für „Plug & Charge“ – die automatische, sichere Authentifizierung und Abrechnung allein durch Einstecken des Kabels – und für bidirektionales Laden (V2G). Durch die AFIR-Vorgaben gewinnt die Norm zunehmend an Verbindlichkeit.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen eMobility
EN ISO 16090
Maschinenbau-Normen
Europäische Norm für Sicherheitsanforderungen an Bearbeitungszentren, Fräsmaschinen und Transferzentren. Pflicht für CE-Konformität von Werkzeugmaschinen. Enthält detaillierte Vorgaben zu Schutzeinrichtungen, Steuerungssicherheit und Notabschaltung. Übersetzungen müssen die exakten Normen-Begriffe übernehmen.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Maschinenbau
Endverbleibserklärung
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
Engl. End-Use Certificate (EUC) – verbindliche Erklärung des Empfängers eines genehmigungspflichtigen Gutes, das Produkt nur für den angegebenen Zweck und im angegebenen Land zu verwenden und nicht weiter zu exportieren. Pflichtbestandteil vieler BAFA-Anträge und Dual-Use-Genehmigungen. Bei Verstoß drohen empfindliche Sanktionen für Hersteller UND Empfänger.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Sicherheit & Verteidigung
Engineering
Anlagentechnik-Begriffe
Im Anlagenbau-Kontext: Die Phase der technischen Planung und Auslegung einer Anlage – von Verfahrenstechnik über Layout und Apparatebau bis zur Mess- und Regeltechnik. Engineering-Dokumentation umfasst Lastenhefte, Spezifikationen, P&IDs, 3D-Modelle und Datenblätter. Engineering-Texte sind oft mehrsprachig: deutsche Engineering-Teams arbeiten mit Kunden weltweit, lokale Behörden fordern Dokumente in Landessprache.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Anlagentechnik
EPLAN
Datei- und Tool-Formate
Branchenstandard-Software der EPLAN GmbH für Elektrokonstruktion und Schaltplanerstellung. Wird im Schaltschrankbau, in der Automatisierungstechnik und Maschinensteuerung weltweit eingesetzt. EPLAN erzeugt Stromlauf- und Klemmenpläne, Stücklisten und Klemmenleisten-Diagramme – die zugehörigen Texte (Bezeichnungen, Funktionsbeschreibungen, Bauteilkommentare) müssen für Servicetechniker in den Zielmärkten übersetzt werden.
EU AI Act 2024/1689
IT & Software-Begriffe
Verordnung (EU) 2024/1689 – der weltweit erste umfassende Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz. Reguliert KI risikobasiert: verbotene Praktiken, Hochrisiko-Systeme mit strengen Pflichten, Transparenzpflichten für KI mit begrenztem Risiko. Die Geltung ist gestaffelt – verbotene Praktiken seit Februar 2025, Pflichten für Allzweck-KI (GPAI) seit August 2025, der Großteil der Hochrisiko-Regeln ab August 2026. Für die Übersetzungsbranche relevant, weil KI-gestützte Workflows nachvollziehbar, transparent und menschlich kontrolliert sein müssen.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen IT & Software
EU-Batterieverordnung 2023/1542
Batterie-Begriffe
Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien und Altbatterien; in Kraft seit 17. August 2023, direkt anwendbar seit 18. Februar 2024. Sie ersetzt die alte Batterierichtlinie und regelt den gesamten Lebenszyklus – CO₂-Fußabdruck, Rezyklatanteile, Kennzeichnung, Sammlung, Recycling, Sorgfaltspflichten und den digitalen Batteriepass. Die Pflichten greifen gestaffelt: u. a. Batteriepass und QR-Code ab 18. Februar 2027, Sorgfaltspflichten (verschoben durch VO 2025/1561) ab 18. August 2027.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Batterietechnologien
EU GMP Annex 15
Verpackungs-Normen
Anhang 15 des EU-GMP-Leitfadens zu Qualifizierung und Validierung in der Pharma-Produktion und -Verpackung. Er verbindet GMP mit dem Qualifizierungsprozess IQ/OQ/PQ.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Verpackungsmaschinen
EU-Maschinenverordnung 2023/1230
Maschinenbau-Normen
Neue EU-Verordnung (ersetzt die alte Maschinenrichtlinie 2006/42/EG), die seit 2023 die Sicherheits- und Kennzeichnungspflichten für Maschinen in der EU regelt. Vollständige Geltung ab 2027. Wichtigste Neuerungen: Erweiterte Pflichten für autonome und KI-gestützte Maschinen, neue Vorgaben für Cybersecurity und digitale Bedienungsanleitungen. Pflicht-Übersetzung in alle Amtssprachen der Zielmärkte.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Maschinenbau
F
FANUC
CNC-Steuerungen
Japanischer Hersteller von CNC-Steuerungen, Robotern und Werkzeugmaschinen-Komponenten. FANUC-Steuerungen sind besonders im asiatischen Markt verbreitet, aber auch in Europa und Nordamerika weit eingesetzt. Die FANUC-Bediensprache und Programmier-Syntax unterscheidet sich von Siemens SINUMERIK und Heidenhain TNC.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Werkzeugmaschinen
FDA
Verpackungs-Normen
Food and Drug Administration – US-Behörde, die Lebensmittel, Arzneimittel, Medizinprodukte und Kosmetika regelt. Für deutsche Hersteller, die in die USA exportieren, bedeutet FDA-Konformität eine eigene Welt von Dokumentations-Anforderungen: 21 CFR Part 11 (elektronische Aufzeichnungen), 21 CFR Part 820 (Medizinprodukte-Qualitätsmanagement). Übersetzungen müssen FDA-Terminologie exakt treffen.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Verpackungsmaschinen
FMEA
Automotive-Normen
Failure Mode and Effects Analysis – Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse. Systematische Methode zur Vorab-Identifizierung möglicher Fehler in Produkten oder Prozessen. Pflicht für IATF-zertifizierte Automotive-Zulieferer. Unterscheidung in Design-FMEA (Produkt) und Prozess-FMEA (Fertigung). FMEA-Tabellen werden oft in Excel oder spezialisierter Software gepflegt – Übersetzung erfordert Tabellen-Treue.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Automotive
FrameMaker
Datei- und Tool-Formate
Adobe FrameMaker – professionelles Redaktionssystem für lange, strukturierte technische Dokumentation. Stark in Maschinenbau, Anlagenbau und Luftfahrt verbreitet. Export-Format MIF (Maker Interchange Format) wird direkt in CAT-Tools verarbeitet. Vorteil: Variablen, Querverweise und automatisch generierte Inhaltsverzeichnisse bleiben über Sprachen hinweg konsistent.
FTS (Fahrerloses Transportsystem)
Intralogistik & Logistik
Oberbegriff für automatisch gesteuerte, fahrerlose Transportfahrzeuge und ihre Leitsteuerung in der Intralogistik. Das FTS umfasst die Fahrzeuge (z. B. AGV, AMR) und das übergeordnete Leitsystem.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Intralogistik & Logistiksysteme
Funktionale Äquivalenz
Übersetzungs-Begriffe
Funktionale Äquivalenz ist das Leitprinzip der juristischen Fachübersetzung: Statt ein Rechtswort wörtlich zu übertragen, wird der Begriff gewählt, der im Zielrechtssystem dieselbe Funktion erfüllt. Da deutsches Zivilrecht und angelsächsisches Common Law oft keine deckungsgleichen Entsprechungen kennen — etwa bei „trust“ oder „consideration“ —, verhindert dieser Ansatz juristische Scheinäquivalente. Wo es keine Entsprechung gibt, bleibt der Quellbegriff stehen und wird erläutert.
G
G-Code
CNC-Steuerungen
Standardisierte Programmiersprache zur Steuerung von CNC-Werkzeugmaschinen. G-Code-Programme bestehen aus Maschinenbefehlen (z. B. G01 für lineare Bewegung) und werden meist automatisch aus CAM-Systemen generiert. In CNC-Programmierhandbüchern werden G-Code-Befehle mit beschreibenden Kommentaren ergänzt – nur diese Kommentare werden übersetzt, nie die Befehle selbst.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Werkzeugmaschinen
GCP (Good Clinical Practice)
Pharma- & Chemie-Normen
Good Clinical Practice (Gute klinische Praxis) ist der internationale ethische und wissenschaftliche Qualitätsstandard für Planung, Durchführung und Berichterstattung klinischer Prüfungen (ICH E6). GCP schützt die Rechte und Sicherheit der Studienteilnehmenden und sichert die Glaubwürdigkeit der Daten. Betroffen sind Prüfpläne, Einwilligungserklärungen und Studienberichte.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
GHS
Verpackungs-Normen
Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals – weltweit einheitliches System zur Kennzeichnung gefährlicher Stoffe. Definiert standardisierte Gefahren-Piktogramme, Signalwörter („Gefahr“ / „Achtung“) und H- und P-Sätze (Hazard / Precautionary Statements). Pflicht für alle Sicherheitsdatenblätter und Gefahrgut-Dokumentation.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Verpackungsmaschinen
GMP
Verpackungs-Normen
Good Manufacturing Practice – Gute Herstellungspraxis. Internationale Qualitätsstandards für Hersteller von Arzneimitteln, Medizinprodukten, Lebensmitteln und Kosmetika. EU GMP und FDA cGMP sind die wichtigsten Varianten. GMP-konforme Dokumentation muss lückenlos nachvollziehbar sein – auch in den Übersetzungen.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Verpackungsmaschinen
Goods-to-Person
Intralogistik & Logistik
Kommissionierprinzip, bei dem die Ware automatisch zum Kommissionierplatz transportiert wird – statt dass Personen zur Ware laufen. Erhöht Effizienz und Ergonomie.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Intralogistik & Logistiksysteme
GPSR
Verpackungs-Normen
General Product Safety Regulation – EU-Verordnung 2023/988, die seit Dezember 2024 die alte Produktsicherheitsrichtlinie ersetzt. Regelt allgemeine Sicherheitsanforderungen für Verbraucherprodukte in der EU, mit erweiterten Pflichten für Hersteller, Importeure und Online-Plattformen (Rückverfolgbarkeit, Risikoanalyse, Warnhinweise in Landessprache). Wirkt parallel zur EU-Maschinenverordnung.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Verpackungsmaschinen
H
H- und P-Sätze
Pharma- & Chemie-Normen
H- und P-Sätze sind die standardisierten Gefahrenhinweise (Hazard statements) und Sicherheitshinweise (Precautionary statements) nach CLP/GHS. Jeder Satz trägt einen Code (etwa H315 oder P280) und einen amtlich festgelegten Wortlaut. Sie erscheinen auf Etiketten und in Sicherheitsdatenblättern.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
Heidenhain TNC
CNC-Steuerungen
CNC-Steuerung der deutschen Firma Heidenhain, besonders in Fräs- und Bearbeitungszentren verbreitet. Heidenhain-Steuerungen verwenden den „Klartext“-Dialog – eine selbsterklärende Programmiersprache als Alternative zu reinem G-Code. Bedienoberflächen und Programmierhandbücher werden weltweit in viele Sprachen übersetzt.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Werkzeugmaschinen
HMI
Anlagentechnik-Begriffe
Human Machine Interface – Mensch-Maschine-Schnittstelle, also die Bedienoberfläche, über die Anwender Maschinen und Anlagen steuern. Klassisch als Touchpanel oder Industrie-PC ausgeführt. HMI-Texte umfassen Menüführung, Statusmeldungen, Alarme und Bedien-Hinweise – mit oft strengen Zeichenlimits pro Feld. Verbreitete Plattformen: Siemens TIA / WinCC, B&R, Rockwell FactoryTalk, Beckhoff TwinCAT.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Anlagentechnik
HPC (High Power Charging)
eMobility-Begriffe
Hochleistungs-Gleichstromladen (DC) mit besonders hoher Ladeleistung – typischerweise ab etwa 150 kW, bei modernen Säulen bis 350 kW und mehr. HPC ermöglicht sehr kurze Ladezeiten und ist zentral für Fernverkehr und Ladeparks. Abzugrenzen vom langsameren AC-Laden, etwa an der Wallbox.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen eMobility
Human-in-the-Loop
Übersetzungs-Begriffe
Human-in-the-Loop bezeichnet einen Arbeitsablauf, in dem die maschinelle Übersetzung die Vorarbeit leistet und eine qualifizierte Fachkraft das Ergebnis prüft und verantwortet. Die Maschine liefert einen Entwurf, der Mensch entscheidet über Richtigkeit, Terminologie und Stil. Bei COMLOGOS ist dieser Schritt das vollständige Post-Editing nach ISO 18587 — die Verantwortung für die Qualität bleibt durchgehend beim Menschen.
→ Mehr dazu: KI-gestützte Übersetzungen
I
i18n (Internationalisierung)
IT & Software-Begriffe
Internationalisierung – die technische Vorbereitung von Software, damit sie ohne Code-Änderung an verschiedene Sprachen und Regionen angepasst werden kann: auslagerbare Texte, Unicode, Platz für längere Strings, anpassbare Datums- und Zahlenformate. Die Abkürzung „i18n“ steht für die 18 Buchstaben zwischen „i“ und „n“. Sie ist die Voraussetzung für eine reibungslose Lokalisierung (l10n).
→ Branchenseite: Fachübersetzungen IT & Software
IATF 16949
Automotive-Normen
International Automotive Task Force – Norm für Qualitätsmanagementsysteme in der Automobilindustrie. Baut auf ISO 9001 auf und ergänzt branchenspezifische Automotive-Anforderungen. Praktisch jeder Tier-Zulieferer im Automotive-Bereich muss IATF-zertifiziert sein. Audits prüfen u. a. Konsistenz der Dokumentation – auch in Fremdsprachen.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Automotive
ICH-Leitlinien
Pharma- & Chemie-Normen
Der International Council for Harmonisation (ICH) harmonisiert die technischen Anforderungen für die Arzneimittelzulassung zwischen EU, USA und Japan. Die Leitlinien sind nach Qualität (Q), Sicherheit (S), Wirksamkeit (E) und übergreifenden Themen (M) gegliedert — etwa ICH Q7 für die GMP von Wirkstoffen oder ICH E6 für die gute klinische Praxis. Sie bilden den fachlichen Rahmen vieler Zulassungs- und GMP-Dokumente.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
IDML
Datei- und Tool-Formate
InDesign Markup Language – Austauschformat von Adobe InDesign. Speichert das gesamte Layout, alle Texte und Formatierungen in einem XML-basierten Format, das von CAT-Tools direkt verarbeitet werden kann. Vorteil: Texte können übersetzt werden, ohne dass die Layout-Arbeit doppelt anfällt – fertig formatierte IDML-Datei zurück, Druckfreigabe direkt möglich.
IEC 61131-3
Maschinenbau-Normen
Norm für die Programmiersprachen speicherprogrammierbarer Steuerungen (SPS/PLC) – sie standardisiert unter anderem Strukturierten Text, Kontaktplan und Funktionsbausteinsprache. Grundlage der Steuerungstechnik, auch für Materialflussrechner in der Intralogistik.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Maschinenbau
IEC 61140
Maschinenbau-Normen
Grundnorm zum Schutz gegen elektrischen Schlag – sie definiert die Schutzklassen elektrischer Betriebsmittel und ist Basis für Schaltschrankbau und Maschinensicherheit.
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IEC 61851
eMobility-Normen
Internationale Normenreihe für das konduktive (kabelgebundene) Laden von Elektrofahrzeugen. Sie definiert unter anderem die Lademodi (Mode 1–4) und die allgemeinen Anforderungen an Ladesysteme – und ist damit Basis für die Dokumentation von Wallboxen sowie AC- und DC-Ladestationen.
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IEC 62196
eMobility-Normen
Internationale Norm für Stecker, Steckdosen, Fahrzeugkupplungen und -steckvorrichtungen beim Laden von Elektrofahrzeugen. Sie standardisiert unter anderem den Typ-2-Stecker und das CCS (Combined Charging System) und ist maßgeblich für die Produkt- und Sicherheitsdokumentation rund um Ladestecker.
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IEC 62304
Medizintechnik-Normen
IEC 62304 ist die Norm für den Lebenszyklus von Medizingeräte-Software. Sie definiert Anforderungen an Entwicklung, Wartung, Risiko- und Konfigurationsmanagement von Software, die Teil eines Medizinprodukts ist oder selbst eines darstellt. Die Sicherheitsklassifizierung (Klassen A, B, C) bestimmt den geforderten Dokumentationsumfang.
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IEC 62366-1
Medizintechnik-Normen
IEC 62366-1 ist die Norm für die Gebrauchstauglichkeit (Usability Engineering) von Medizinprodukten. Sie verlangt, dass die Bedienung so gestaltet und geprüft wird, dass Anwendungsfehler und die damit verbundenen Risiken so weit wie möglich minimiert werden. Gebrauchsanweisung und Benutzungsoberfläche sind dabei zentrale Gegenstände.
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IEC 62443
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
Internationale Normenreihe für Cybersecurity in industriellen Automatisierungs- und Steuerungssystemen (Industrial Automation and Control Systems, IACS). Definiert Anforderungen an Hersteller, Integratoren und Betreiber – von Risikobewertung über Architektur bis zu Lifecycle-Management. Zunehmend Pflicht in Defence-, Energie-, Automatisierungs- und Anlagenbau-Projekten, oft mit konkreten Vertragsforderungen.
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IFS
Verpackungs-Normen
International Featured Standards – privatwirtschaftliche Standards für Lebensmittelsicherheit und Qualitätsmanagement, herausgegeben von HDE und FCD. Wichtigste Variante: IFS Food – Pflicht für Lebensmittelhersteller, die deutsche, französische und italienische Handelsketten beliefern. IFS-Audits prüfen unter anderem Hygienemanagement, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation in den relevanten Sprachen.
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IFU (Gebrauchsanweisung)
Medizintechnik-Normen
IFU steht für Instructions for Use — die Gebrauchsanweisung eines Medizinprodukts. Sie ist rechtlich vorgeschriebener Bestandteil des Produkts und enthält Angaben zu Zweckbestimmung, Anwendung, Warnhinweisen und Sicherheit. Die MDR verlangt sie in den Sprachen der Mitgliedstaaten, in denen das Produkt bereitgestellt wird.
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IMDS
Automotive-Normen
International Material Data System – zentrales Material- und Stoffdaten-System der Automobilindustrie. Alle in Fahrzeugen verbauten Werkstoffe werden hier erfasst – Pflicht für Tier-Zulieferer. Die zugehörigen Daten und Begleitdokumente müssen oft in mehrere Sprachen übersetzt werden, insbesondere für globale Lieferketten.
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Inbetriebnahmeprotokoll
Anlagentechnik-Begriffe
Zentrales Übergabe-Dokument im Anlagenbau, das den ordnungsgemäßen Abschluss und die Funktionsprüfung einer Anlage festhält. Es ist juristisch relevant – Grundlage für Abnahme, Gewährleistung und Haftung.
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IQ / OQ / PQ
Verpackungs-Normen
Installation Qualification / Operational Qualification / Performance Qualification – dreistufiger Qualifizierungsprozess für Anlagen und Prozesse in regulierten Industrien (Pharma, Medizintechnik, Lebensmittel). IQ prüft die korrekte Installation, OQ die Funktion im spezifizierten Bereich, PQ die Leistung unter Produktionsbedingungen. Pflichtdokumentation nach EU GMP Annex 15 und FDA 21 CFR Part 11.
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ISO 12100
Maschinenbau-Normen
Grundlegende Sicherheitsnorm für Maschinen. Definiert das Risikobeurteilungs-Verfahren, das Hersteller bei der Konstruktion durchführen müssen. Eng verzahnt mit der EU-Maschinenverordnung. Risikobeurteilungen nach ISO 12100 werden bei CE-Konformität ein zentraler Doku-Bestandteil und in viele Sprachen übersetzt.
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ISO 13485
Medizintechnik-Normen
ISO 13485 ist die international anerkannte Norm für Qualitätsmanagementsysteme in der Medizinproduktebranche. Sie definiert Anforderungen an die Prozesse von der Entwicklung über die Produktion bis zur Auslieferung und ist vielfach Voraussetzung für den Marktzugang. Audits prüfen die Einhaltung anhand dokumentierter Verfahren.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Medizintechnik
ISO 14155
Medizintechnik-Normen
ISO 14155 ist die Norm für die gute klinische Praxis bei klinischen Prüfungen von Medizinprodukten. Sie regelt Planung, Durchführung und Dokumentation solcher Prüfungen und schützt die Rechte und die Sicherheit der teilnehmenden Personen. Sie ist das geräteseitige Gegenstück zur guten klinischen Praxis im Arzneimittelbereich.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Medizintechnik
ISO 14971
Medizintechnik-Normen
ISO 14971 ist die Norm für das Risikomanagement von Medizinprodukten. Sie beschreibt, wie Hersteller Gefährdungen identifizieren, Risiken bewerten und über den gesamten Produktlebenszyklus beherrschen. Ihre Ergebnisse fließen in die technische Dokumentation und die klinische Bewertung ein.
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ISO 17100
Übersetzungs-Normen
Internationale Norm für Übersetzungs-Dienstleistungen. Definiert Mindestanforderungen an Übersetzer-Qualifikation, Prozesse, Qualitätssicherung und Vier-Augen-Prinzip. ISO-17100-zertifizierte Übersetzungsbüros wie COMLOGOS sichern damit nachvollziehbare Qualität – wichtig bei sicherheitsrelevanter und regulatorisch geprüfter Doku.
→ Mehr dazu: Zertifizierte Qualität
ISO 18587
Übersetzungs-Normen
Internationale Norm für das Post-Editing maschineller Übersetzungen. Definiert, wie Übersetzungen aus KI- oder MÜ-Systemen durch menschliche Fachübersetzer professionell nachbearbeitet werden müssen, damit sie Endqualität erreichen. COMLOGOS ist nach ISO 18587 zertifiziert und arbeitet damit auch im MTPE-Workflow auditfest.
→ Mehr dazu: Zertifizierte Qualität
ISO 21067
Verpackungs-Normen
Begriffsnorm für die Verpackungstechnik – sie legt die verbindliche Terminologie der Branche fest. Auf der Verpackungsmaschinen-Seite zentral, weil sie die Grundbegriffe sauber definiert.
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ISO 23125
Maschinenbau-Normen
Sicherheitsnorm für Drehmaschinen. Definiert Anforderungen an Schutzeinrichtungen, Steuerung und sicheren Werkstückwechsel an Drehmaschinen aller Bauarten. Pflicht für CE-Konformität.
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ISO 26262
Automotive-Normen
Norm für Funktionale Sicherheit in der Automobilindustrie. Regelt die Entwicklung sicherheitskritischer elektronischer Systeme im Fahrzeug – Bremsen, Lenkung, ADAS, Steuergeräte. Definiert ASIL-Stufen (Automotive Safety Integrity Level) von A bis D. Sehr relevant für Elektronik-Tier-Zulieferer.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Automotive
ISO 27001
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
Internationale Norm für Informationssicherheits-Management-Systeme (ISMS). Definiert Anforderungen an die systematische Identifizierung, Bewertung und Behandlung von Informationssicherheitsrisiken. In sicherheitskritischen Branchen (Defence, Banken, Gesundheitswesen) zunehmend Vertragsbestandteil. Unterscheidung wichtig: „ISO-27001-zertifiziert“ bedeutet eine externe Auditierung – „an ISO 27001 ausgerichtet“ bedeutet, dass die internen Prozesse den Anforderungen folgen, ohne formales Zertifikat.
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ISO 3691-4
Intralogistik & Logistik
Internationale Sicherheitsnorm für fahrerlose Industriefahrzeuge und ihre Systeme – die zentrale Norm für FTS, AGV und AMR. Sie regelt Anforderungen an Steuerung, Schutzeinrichtungen und Betrieb autonomer Flurförderzeuge und wurde an den aktuellen Stand der Fahrzeugautomatisierung angepasst.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Intralogistik & Logistiksysteme
ISO 9001
Übersetzungs-Normen
Internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme – die wohl bekannteste QM-Norm weltweit. ISO 9001:2015 ist die aktuelle Fassung. Für Übersetzungsbüros ist ISO 9001 die Grundlage – COMLOGOS ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert und ergänzt sie durch ISO 17100 und ISO 18587.
→ Mehr dazu: Zertifizierte Qualität
ISO/IEC 25010 (Software-Qualitätsmodell)
IT & Software-Begriffe
Internationale Norm, die ein Qualitätsmodell für Software und Systeme definiert (Teil der SQuaRE-Normenreihe). Beschreibt Qualitätsmerkmale wie funktionale Eignung, Performanz, Kompatibilität, Benutzbarkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Wartbarkeit und Portabilität. Dient als Bezugsrahmen für die Spezifikation und Bewertung von Softwarequalität.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen IT & Software
ISO/IEC 27701
IT & Software-Begriffe
Internationale Norm für ein Datenschutz-Informationsmanagementsystem (Privacy Information Management System, PIMS). Erweitert ISO/IEC 27001 und 27002 um Anforderungen zum Schutz personenbezogener Daten und unterstützt den Nachweis DSGVO-konformer Prozesse. Relevant für IT- und Software-Anbieter, die Datenschutz nachweisbar in ihr Managementsystem integrieren wollen.
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IVDR (EU) 2017/746
Medizintechnik-Normen
Die In-vitro-Diagnostika-Verordnung (In Vitro Diagnostic Regulation, IVDR) ist das EU-Pendant zur MDR für In-vitro-Diagnostika — Tests und Geräte, die Proben außerhalb des Körpers untersuchen. Sie führte eine risikobasierte Klassifizierung ein und erhöhte die Anforderungen an Leistungsbewertung und Dokumentation deutlich. Auch hier gelten mehrsprachige Bereitstellungspflichten für die Produktinformationen.
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K
Klartext (Heidenhain)
CNC-Steuerungen
Selbsterklärende Programmiersprache der Heidenhain-Steuerungen, die als Alternative zum reinen G-Code entwickelt wurde. Befehle werden in lesbarer Form formuliert (z. B. „L X+100 Y+50“ statt „G01 X100 Y50“). Klartext kann sprachabhängig konfiguriert werden – Heidenhain unterstützt mehrere Sprachen für die Befehlssyntax.
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Klemmenplan / Stromlaufplan
Anlagentechnik-Begriffe
Engineering-Dokumente des Schaltschrankbaus, meist aus EPLAN exportiert: Der Stromlaufplan zeigt die elektrische Schaltung, der Klemmenplan die Verdrahtung an den Klemmen. Beide sind service- und inbetriebnahmekritisch.
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Klinische Bewertung
Medizintechnik-Normen
Die klinische Bewertung ist der nach MDR vorgeschriebene Prozess, in dem klinische Daten zu einem Medizinprodukt systematisch gesammelt, analysiert und bewertet werden, um Sicherheit und Leistung zu belegen. Sie wird über den gesamten Lebenszyklus fortgeschrieben und mündet in den klinischen Bewertungsbericht (CER). Grundlage sind Literatur, eigene Prüfungen und Daten aus der Marktüberwachung.
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KRITIS
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
Kritische Infrastrukturen – Einrichtungen in Sektoren wie Energie, Wasser, IT/Telekommunikation oder Gesundheit, deren Ausfall die Versorgung gefährdet. Die Regulierung wurde 2025/26 deutlich erweitert: Das NIS2-Umsetzungsgesetz (in Kraft seit 6. Dezember 2025) verschärft die Cybersicherheitspflichten, das KRITIS-Dachgesetz (in Kraft seit 17. März 2026) ergänzt Anforderungen an die physische Resilienz.
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L
l10n (Lokalisierung)
IT & Software-Begriffe
Lokalisierung – die Anpassung von Software, Inhalten oder Oberflächen an einen Zielmarkt: Übersetzung plus kulturelle, technische und formale Anpassung (Datums-, Währungs- und Maßeinheitenformate, rechtliche Texte, Tastaturbelegung). „l10n“ steht für die 10 Buchstaben zwischen „l“ und „n“. Setzt eine gute Internationalisierung (i18n) voraus.
Language Operator
Übersetzungs-Begriffe
Rolle, die sprachliche Expertise mit der Steuerung und Überwachung KI-gestützter Übersetzungsprozesse verbindet. Der Language Operator stellt sicher, dass Prompts, Terminologie, Stilvorgaben und Qualitätsschritte zusammenwirken – das menschliche Bindeglied in einem kontrollierten KI-Workflow.
Lokalisierung
Sprachenwelt
Anpassung eines Produkts oder Inhalts an die kulturellen, sprachlichen und technischen Gegebenheiten eines Zielmarkts. Geht über reine Übersetzung hinaus: Datumsformate, Maßeinheiten, Währungen, kulturelle Referenzen, Bilder und Farben werden ebenfalls angepasst. Wichtig insbesondere bei Marketing-Materialien, Software-Oberflächen und Webseiten.
M
Maschinelle Übersetzung (MÜ)
Übersetzungs-Begriffe
Automatische Übersetzung von Text durch eine Software – früher regel-basiert, heute überwiegend mit neuronalen Netzen und Large Language Models. Wichtige Anbieter: DeepL, Google Translate, Microsoft Translator. Maschinelle Übersetzung allein ist für professionelle Anwendungen meist nicht ausreichend – erst die Kombination mit Post-Editing (MTPE) durch Fachübersetzer macht den Workflow audit-fest.
Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
Maschinenbau-Normen
EU-Richtlinie für das Inverkehrbringen von Maschinen – Grundlage von CE-Kennzeichnung und Konformitätserklärung. Sie wird durch die EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 abgelöst, die ab dem 20. Januar 2027 verbindlich gilt; bis dahin bestimmt die Richtlinie die Übergangsphase.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Maschinenbau
Materialflussrechner (MFR)
Intralogistik & Logistik
Steuerungs-Software, die den Materialfluss in automatisierten Lagern koordiniert – die Schnittstelle zwischen überlagertem ERP/Lagerverwaltungssystem und der Anlagensteuerung (SPS).
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Intralogistik & Logistiksysteme
MDR (EU) 2017/745
Medizintechnik-Normen
Die Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR) ist der EU-Rechtsrahmen für das Inverkehrbringen von Medizinprodukten. Sie regelt Klassifizierung, klinische Bewertung, technische Dokumentation und Marktüberwachung und löste die früheren Richtlinien ab. Sie schreibt unter anderem vor, dass die produktbegleitenden Informationen in den Sprachen der Mitgliedstaaten vorliegen, in denen das Produkt bereitgestellt wird.
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MIF
Datei- und Tool-Formate
Maker Interchange Format – Austauschformat von Adobe FrameMaker. XML-basiert, wird direkt in CAT-Tools verarbeitet. Variablen, Querverweise, Marker und Inhaltsverzeichnis-Strukturen bleiben über die Übersetzung hinweg intakt.
MIL-STD
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
US-amerikanische Militärstandards (Military Standards) – herausgegeben vom US-Verteidigungsministerium für Anforderungen an Produkte, Prozesse und Dokumentation im Defence-Bereich. Bekannte Vertreter: MIL-STD-810 (Umweltprüfungen), MIL-STD-461 (EMV), MIL-STD-882 (System Safety). Relevant für Exportprojekte in die USA, NATO-Partnerprogramme und transatlantische Kooperationen.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Sicherheit & Verteidigung
Modellkarte (Model Card)
IT & Software-Begriffe
Strukturierte Dokumentation eines KI- bzw. Machine-Learning-Modells: Zweck, Trainingsdaten, Leistungskennzahlen, bekannte Grenzen sowie vorgesehene und unzulässige Einsatzszenarien. Schafft Transparenz und Nachvollziehbarkeit – ein Baustein verantwortungsvoller KI und ein Anknüpfungspunkt zu den Transparenzpflichten des EU AI Act.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen IT & Software
MTPE
Übersetzungs-Begriffe
Machine Translation Post-Editing – professionelle Nachbearbeitung maschinell erzeugter Übersetzungen durch erfahrene Fachübersetzer. Der Workflow nach ISO 18587 verbindet die Geschwindigkeit der KI-Übersetzung mit der Qualitätskontrolle eines menschlichen Linguisten. Ideal für umfangreiche, wiederholungsreiche Dokumente.
N
NATO STANAGs
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
Standardization Agreements (STANAGs) – Standardisierungsabkommen der NATO, die Begriffe, Verfahren, Schnittstellen und technische Anforderungen zwischen den Bündnispartnern vereinheitlichen. Beispiele: STANAG 4569 (Schutzlevel), STANAG 4406 (militärische Nachrichtenübertragung), STANAG 6001 (Sprachkompetenz). Pflicht für viele Defence-Programme mit NATO-Bezug oder Bündnis-Interoperabilität.
NCM / LFP
Batterie-Begriffe
Zwei verbreitete Kathoden-Chemien für Lithium-Ionen-Batterien: NCM (Nickel-Cobalt-Mangan, auch NMC) bietet hohe Energiedichte und Reichweite; LFP (Lithium-Eisenphosphat) punktet mit Sicherheit, Lebensdauer und Kosten – ohne Cobalt und Nickel. Die Wahl prägt Auslegung, Sicherheitskonzept und Recycling der Batterie.
NIS2-Richtlinie 2022/2555
IT & Software-Begriffe
Richtlinie (EU) 2022/2555 zur Netz- und Informationssicherheit (Network and Information Security 2). Erweitert die erste NIS-Richtlinie deutlich – auf mehr Sektoren, mit strengeren Anforderungen an Risikomanagement, Meldepflichten und Lieferkettensicherheit. Als Richtlinie muss sie in nationales Recht umgesetzt werden (in Deutschland über das NIS2-Umsetzungsgesetz). Betrifft viele Industrie- und IT-Unternehmen, deren Sicherheitsdokumentation und Verfahrensanweisungen entsprechend mehrsprachig vorliegen müssen.
O
OCPI (Open Charge Point Interface)
eMobility-Begriffe
Offenes Protokoll für den Datenaustausch zwischen Ladepunkt-Betreibern (CPO) und E-Mobility-Dienstanbietern (eMSP). Es ermöglicht Roaming – also Laden und Abrechnen netzübergreifend, ohne dass Nutzer für jeden Anbieter einen eigenen Vertrag brauchen. OCPI ist die Grundlage vieler Lade-Apps und Roaming-Plattformen.
OCPP (Open Charge Point Protocol)
eMobility-Begriffe
Offenes Kommunikationsprotokoll zwischen Ladestationen und dem zentralen Lade- und Backend-Management-System, gepflegt von der Open Charge Alliance. Es sorgt für Herstellerunabhängigkeit und Interoperabilität – Ladesäule und Backend verschiedener Anbieter sprechen dieselbe Sprache. Verbreitete Versionen sind OCPP 1.6 und 2.0.1.
OEM
Automotive-Begriffe
Original Equipment Manufacturer – in der Automobilindustrie der Fahrzeughersteller, der Komponenten von Zulieferern (Tier-1/2/3) bezieht und unter eigener Marke verbaut. Der Begriff wird auch in anderen Branchen verwendet, dort allgemeiner für den Erstausrüster bzw. Markenhersteller eines Produkts.
OPC UA
Anlagentechnik-Begriffe
Open Platform Communications Unified Architecture – herstellerunabhängiger Kommunikationsstandard für die industrielle Automatisierung. Ermöglicht die sichere und plattformübergreifende Datenübertragung zwischen Maschinen, Steuerungen und IT-Systemen – Rückgrat vieler Industrie-4.0- und IIoT-Architekturen. OPC-UA-Dokumentation umfasst Schnittstellen-Spezifikationen, Companion Specifications und Konfigurationsanleitungen.
P
P&ID
Anlagentechnik-Begriffe
Piping and Instrumentation Diagram – Rohrleitungs- und Instrumentierungsschema. Detaillierte technische Zeichnung, die Anlagenkomponenten, Rohrleitungen, Ventile, Pumpen und Mess- und Regeltechnik darstellt. Zentrales Engineering-Dokument im Anlagenbau – wird oft mit Übersetzungen für globale Anlagen-Projekte versehen.
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PCF (Product Carbon Footprint)
Batterie-Begriffe
Produktbezogener CO₂-Fußabdruck – die über den Lebenszyklus verursachten Treibhausgasemissionen eines Produkts, ausgedrückt in CO₂-Äquivalenten. Für Batterien rückt der PCF durch Artikel 7 der EU-Batterieverordnung in den Fokus: EV-Batterien müssen eine CO₂-Fußabdruck-Erklärung tragen, sobald die Berechnungsmethodik per delegiertem Rechtsakt vorliegt (frühestens ab August 2026).
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Batterietechnologien
PED / Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU
Anlagentechnik-Begriffe
EU-Richtlinie für die Bereitstellung von Druckgeräten (Pressure Equipment Directive). Sie regelt Auslegung, Herstellung und Konformität druckführender Bauteile – auf Anlagentechnik-Seiten ein Compliance-Schwerpunkt, mit Brücke zu ATEX und SIL.
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Person-to-Goods
Intralogistik & Logistik
Klassisches Kommissionierprinzip, bei dem die kommissionierende Person zur gelagerten Ware geht – der Gegenpol zu Goods-to-Person.
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Pharmakovigilanz
Pharma- & Chemie-Normen
Pharmakovigilanz bezeichnet die laufende Überwachung der Sicherheit von Arzneimitteln nach der Zulassung. Dazu zählen das Erfassen und Bewerten von Nebenwirkungen sowie regelmäßige Sicherheitsberichte wie der Periodic Safety Update Report (PSUR). Daraus entsteht ein wiederkehrender, fristgebundener Übersetzungsbedarf.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
Pick-by-Light / Pick-by-Voice / Pick-by-Vision
Intralogistik & Logistik
Sammelbegriff für geführte Kommissionierverfahren: optische Signale (Light), Sprachführung (Voice) oder Datenbrillen/AR (Vision) leiten die kommissionierende Person. Sie steigern Tempo und Fehlersicherheit.
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PPAP
Automotive-Normen
Production Part Approval Process – Standardprozess in der Automobilindustrie zur Freigabe von Bauteilen vor Serienanlauf. Umfasst bis zu 18 Dokumente, darunter Material-Daten, Maßprüfberichte, FMEA, Prozessflussdiagramme. Pflicht in IATF-Lieferketten. PPAP-Pakete werden oft in der Sprache des OEM-Kunden eingereicht.
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Pseudo-Translation
Sprachenwelt
Test-Verfahren bei Software- und HMI-Übersetzungen, bei dem Texte mit künstlichen Zeichen (Umlauten, asiatischen Zeichen, längeren Strings) ersetzt werden – ohne tatsächliche Übersetzung. Ziel: Vor der echten Lokalisierung prüfen, ob die Software mit fremdsprachigen Texten umgehen kann (Layout, Encoding, Längenrestriktionen).
Q
QRD-Template
Pharma- & Chemie-Normen
QRD-Templates sind die von der EMA bereitgestellten Vorlagen (Quality Review of Documents) für die Produktinformation eines Arzneimittels — Fachinformation, Packungsbeilage und Etikett. Sie geben Struktur und Standardformulierungen in allen EU-Amtssprachen vor. Damit sind sie die verbindliche Grundlage jeder mehrsprachigen Produktinformation.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
R
RBG (Regalbediengerät)
Intralogistik & Logistik
Schienengeführtes Gerät zur automatischen Ein- und Auslagerung in Hochregallagern, häufig Kernkomponente eines AS/RS. Die Sicherheitsanforderungen regelt EN 528.
REACH
Verpackungs-Normen
Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals – EU-Verordnung zur Registrierung und Kontrolle chemischer Stoffe. Pflicht für alle Hersteller und Importeure, die Stoffe in der EU in Verkehr bringen. Im Automotive-Kontext: Lieferketten-Kommunikation über REACH-Konformität, Stoffdaten und Sicherheitsdatenblätter.
RoHS
Verpackungs-Normen
Restriction of Hazardous Substances – EU-Richtlinie zur Beschränkung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (Blei, Quecksilber, Cadmium, Chrom-VI, bestimmte Flammhemmer). Pflicht für Automotive-Elektronik-Zulieferer. RoHS-Konformitätserklärungen werden in der globalen Lieferkette in viele Sprachen übersetzt.
S
S1000D
Sicherheits- & Verteidigungs-Normen
Internationaler Standard für die Erstellung technischer Dokumentation im Defence- und Aerospace-Bereich, ursprünglich von der ASD entwickelt. Modular, XML-basiert und auf Wiederverwendung ausgelegt: Inhalte werden in Datenmodulen verwaltet und zu Publikationen kombiniert (IETP – Interactive Electronic Technical Publication). Pflicht bei vielen militärischen Beschaffungsprogrammen und in der zivilen Luftfahrt.
SaMD
Medizintechnik-Normen
SaMD steht für Software as a Medical Device — Software, die selbst ein Medizinprodukt ist, ohne Teil eines Geräts zu sein (etwa eine Diagnose- oder Auswertungs-App). Sie unterliegt MDR bzw. IVDR und den Software-Normen IEC 62304 und IEC 62366-1. Updates und Versionsstände sind regulatorisch relevant und dokumentationspflichtig.
SCADA
Anlagentechnik-Begriffe
Supervisory Control and Data Acquisition – System zur Überwachung und Steuerung industrieller Prozesse, meist in Großanlagen. Sammelt Messdaten aus der Anlage und stellt sie für Bedien-Personal visuell dar. SCADA-Bedientexte und Alarmmeldungen werden in alle Sprachen der Betreiber-Werke übersetzt.
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Schema ST4
Datei- und Tool-Formate
Komponenten-basiertes Redaktionssystem (CCMS) der deutschen Firma SCHEMA. Sehr verbreitet in Maschinenbau, Anlagenbau und technischer Dokumentation. Verwaltet Doku-Module zentral und ermöglicht Wiederverwendung über viele Publikationen hinweg. Übersetzungen werden direkt im System integriert.
Shuttle-System
Intralogistik & Logistik
Moderner automatisierter Lagertyp, bei dem einzelne Shuttle-Fahrzeuge innerhalb der Regalebenen Behälter transportieren – flexibler und durchsatzstärker als ein klassisches RBG.
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Sicherheitsdatenblatt (SDS)
Pharma- & Chemie-Normen
Das Sicherheitsdatenblatt (Safety Data Sheet, SDS) ist das zentrale Informationsdokument zu Gefahrstoffen. Es folgt der in REACH Anhang II vorgegebenen 16-Abschnitt-Struktur und informiert über Eigenschaften, Gefahren, sichere Handhabung und Maßnahmen. Es muss in der Amtssprache des Mitgliedstaats vorliegen, in dem der Stoff in Verkehr gebracht wird.
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SIL (Safety Integrity Level)
Anlagentechnik-Begriffe
Sicherheits-Integritätslevel nach IEC 61508/61511 – eine abgestufte Bewertung (SIL 1–4), wie zuverlässig eine sicherheitstechnische Funktion wirkt. Verbindlich für die funktionale Sicherheit in der Anlagen- und Verfahrenstechnik.
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SINUMERIK
CNC-Steuerungen
CNC-Steuerung von Siemens, weltweit eine der verbreitetsten Steuerungen in Werkzeugmaschinen. Bedien- und Programmiertexte werden in viele Sprachen übersetzt – Siemens unterstützt mehr als 20 Bediensprachen ab Werk. Eigene Terminologie für Werkzeug-Management, NC-Programmierung und Diagnose.
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SmartPlant
Anlagentechnik-Begriffe
Engineering-Software-Suite von Intergraph/Hexagon für die Anlagenplanung. Wird in der chemischen Industrie, Öl- und Gasindustrie und Pharma-Anlagenbau eingesetzt. Umfasst Module für P&ID-Erstellung (SmartPlant P&ID), 3D-Anlagenmodellierung (SmartPlant 3D) und Daten-Management. Exporte aus SmartPlant-Datenbanken werden für globale Anlagen-Doku übersetzt.
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SPS
Anlagentechnik-Begriffe
Speicherprogrammierbare Steuerung (engl. PLC – Programmable Logic Controller) – industrielle Computer-Steuerung, die Maschinen und Anlagen anhand programmierter Logik steuert. Marktführer: Siemens (SIMATIC), Rockwell, Beckhoff, B&R, Mitsubishi. SPS-Programme bestehen aus Kontaktplänen, Funktionsbausteinen und Strukturierten Texten – Übersetzungen betreffen meist Variablen-Beschreibungen, Kommentare und HMI-Anbindungen, nie die Code-Befehle selbst.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Anlagentechnik
Stabilitätsstudie
Pharma- & Chemie-Normen
Eine Stabilitätsstudie untersucht, wie sich Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit eines Arzneimittels über die Zeit unter definierten Lager- und Klimabedingungen verändern. Sie liefert die Datengrundlage für Haltbarkeit und Lagerungshinweise und folgt den ICH-Leitlinien der Q1-Reihe. Ihre Ergebnisse fließen in das Zulassungsdossier ein.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen Pharmazie & Chemie
Statement of Applicability (SoA)
IT & Software-Begriffe
Erklärung zur Anwendbarkeit – zentrales Dokument eines ISO/IEC-27001-Informationssicherheitsmanagementsystems. Listet auf, welche Sicherheitsmaßnahmen (Controls aus Anhang A) anwendbar sind, welche umgesetzt wurden und – mit Begründung – welche ausgeschlossen sind. Pflichtbestandteil jeder ISO-27001-Zertifizierung.
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Stator / Rotor
Automotive-Begriffe
Die beiden Hauptkomponenten eines Elektromotors: Der Stator ist der feststehende Teil mit den Wicklungen, der Rotor der rotierende Teil. Ihr Zusammenspiel erzeugt das Drehmoment – zentral für E-Antriebe, etwa in der E-Achse. Fertigung und Wuchtung von Stator und Rotor sind anspruchsvolle Themen der E-Mobility-Dokumentation.
→ Branchenseite: Fachübersetzungen eMobility
T
Terminologie-Management
Übersetzungs-Begriffe
Systematische Pflege fachsprachlicher Begriffe in einer zentralen Datenbank (Termbank). Definiert, wie Fachbegriffe in den Zielsprachen übersetzt werden sollen – verbindlich für alle aktuellen und zukünftigen Projekte. Sichert Konsistenz über Generationen, Lieferanten und Übersetzer hinweg. Zentraler Baustein professioneller Übersetzungsarbeit.
Tier-1 / Tier-2 / Tier-3
Automotive-Begriffe
Hierarchie-Bezeichnungen in der Automobil-Lieferkette. Tier-1-Zulieferer liefern direkt an OEMs (z. B. Bosch, Continental); Tier-2 liefert an Tier-1 (Komponenten und Subsysteme); Tier-3 liefert Rohmaterialien, Halbzeuge und Einzelteile an Tier-2. Mit jeder Tier-Stufe wachsen die Doku-Anforderungen, weil Audits und Compliance-Pflichten kaskadiert weitergegeben werden – ein Tier-3-Lieferant muss oft IATF-konform dokumentieren, obwohl er den OEM nie direkt sieht.
TIM-RS
Datei- und Tool-Formate
Translation und Information Management - Redaktionssystem von Fischer Information Technology. CCMS für strukturierte technische Dokumentation, häufig im Maschinenbau eingesetzt. Wir arbeiten direkt mit den Export-Formaten und liefern fertig formatierte Module zurück.
TISAX
Automotive-Normen
Trusted Information Security Assessment Exchange – der Prüf- und Austauschmechanismus des VDA für Informationssicherheit in der Automobilindustrie, aufbauend auf ISO 27001. Für viele OEM und Tier-1 ein Kauf- bzw. Lieferantenkriterium; zugleich Brücke zur Verteidigungsindustrie.
Transkreation
Sprachenwelt
Kreative Übertragung von Marketing- und Werbeinhalten in eine andere Sprache und Kultur. Geht weit über klassische Übersetzung hinaus: Wortspiele, Tonalität, kulturelle Anspielungen werden bewusst angepasst, um in der Zielsprache dieselbe Wirkung zu erzielen wie im Original. Höchste Anforderungen an die Sprach- und Kreativ-Kompetenz des Übersetzers.
Translation Memory (TM)
Übersetzungs-Begriffe
Datenbank, in der bereits übersetzte Textsegmente (Sätze, Absätze) gespeichert werden. Bei neuen Projekten gleicht das CAT-Tool den Ausgangstext mit dem TM ab und schlägt Übersetzungen für identische oder ähnliche Segmente vor. Spart bei Folgeprojekten 30–70 % der Übersetzungskosten und sichert Konsistenz.
U
UDI
Medizintechnik-Normen
UDI steht für Unique Device Identification — die eindeutige Produktkennzeichnung von Medizinprodukten. Über einen standardisierten Code ermöglicht sie die Rückverfolgbarkeit eines Produkts entlang der Lieferkette und ist nach MDR und IVDR verpflichtend. Die UDI erscheint auf der Kennzeichnung und in Datenbanken wie EUDAMED.
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UN ECE
Automotive-Normen
United Nations Economic Commission for Europe – UN-Wirtschaftskommission, deren Fahrzeug-Regulierungen (ECE-Regelungen) weltweit gelten. Bekannt: ECE R155 (Cybersecurity), ECE R157 (autonomes Fahren). Pflicht für Fahrzeug-Komponenten, die in den meisten Ländern außerhalb der USA und China zugelassen werden sollen.
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V
VDA 6.x
Automotive-Normen
Standards des Verbands der Automobilindustrie (VDA). VDA 6.1 (Allgemeine QM-Norm), VDA 6.3 (Prozess-Audit), VDA 6.5 (Produkt-Audit) sind die wichtigsten. Werden parallel zu IATF 16949 verwendet, insbesondere bei deutschen OEMs und ihren Lieferketten. VDA-Audits prüfen oft auch die Doku-Qualität in den Zielsprachen.
VDI 2519
Intralogistik & Logistik
VDI-Richtlinie zur Struktur von Lastenheft und Pflichtenheft in der Logistik. Sie gibt vor, wie Anforderungen (Lastenheft) und Lösungsbeschreibung (Pflichtenheft) gegliedert werden – Grundlage vieler internationaler Ausschreibungen.
VDI 3978
Intralogistik & Logistik
VDI-Richtlinie zu Verfügbarkeits- und Leistungskennzahlen automatisierter Lager- und Materialflusssysteme. Sie definiert, wie Verfügbarkeit gemessen und vertraglich vereinbart wird – relevant für Abnahme, SLA und Betrieb.
VDI 4421
Intralogistik & Logistik
VDI-Richtlinie mit Definitionen und Begriffen rund um Fahrerlose Transportsysteme (FTS). Sie schafft eine einheitliche Terminologie-Basis für Planung, Ausschreibung und Dokumentation von FTS-Projekten.
Vier-Augen-Prinzip
Übersetzungs-Begriffe
Qualitätssicherungs-Workflow, bei dem ein Übersetzer den Text übersetzt und ein zweiter unabhängiger Fachredakteur die Übersetzung Wort für Wort prüft. Pflicht-Workflow nach ISO 17100. Besonders empfohlen bei sicherheitsrelevanter Dokumentation, CE-Akten, Pharma-GMP-Texten und juristischen Übersetzungen.
W
Wallbox
eMobility-Begriffe
Wandmontierte AC-Ladestation für Elektrofahrzeuge, typisch im privaten und gewerblichen Umfeld, meist mit 11 oder 22 kW Ladeleistung. Anders als die öffentliche Schnellladesäule lädt die Wallbox mit Wechselstrom über das bordeigene Ladegerät des Fahrzeugs. Die zugehörige Dokumentation umfasst Installations-, Bedien- und Sicherheitshinweise sowie zunehmend App- und Backend-Texte.
WCAG 2.2 / BFSG (Barrierefreiheit)
IT & Software-Begriffe
Die WCAG 2.2 (Web Content Accessibility Guidelines) sind der internationale Standard für barrierefreie Webinhalte; in der Praxis maßgeblich ist die Konformitätsstufe AA. Das deutsche Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) setzt den European Accessibility Act (Richtlinie 2019/882) um und verpflichtet seit dem 28. Juni 2025 viele Anbieter digitaler Produkte und Dienstleistungen zur Barrierefreiheit – technische Grundlage sind unter anderem die EN 301 549 und die WCAG.
X
XLIFF
Datei- und Tool-Formate
XML Localization Interchange File Format – offener Standard zum Austausch von Übersetzungsdaten zwischen verschiedenen Tools und Systemen. Ermöglicht reibungslose Übergaben zwischen Auftraggeber, Übersetzungsbüro und Endsystem. Wichtig bei Software-Lokalisierung und Web-Content.
Begriff fehlt? Schreiben Sie uns.
Wir erweitern das Glossar laufend – mit jeder neuen Branche und jedem Kundenprojekt. Fehlt ein Begriff, soll eine Definition präziser werden oder haben Sie einen Fehler entdeckt? Eine kurze Nachricht genügt – wir prüfen und ergänzen.
In diesen Branchen sprechen wir Ihre Sprache
Fachübersetzungen entstehen aus dem Verständnis für die Sprache einer Branche – vom Drehmoment-Diagramm bis zur EU-AI-Act-Modellkarte. Vier Kompetenz-Cluster bilden den Kern.
Mobilität & Energie
Maschinen- & Anlagenbau
Elektronik, Software & Sicherheit
Weitere Branchen: Recht & Verträge · alle Branchen →
Über alle Branchen hinweg: ISO 17100-Vier-Augen-Prinzip · mandatsspezifische Terminologie · NDA-Standard · EU-Server.