Terminologie extrahieren · in den Prozess einspeisen · QA gegen die Termbank · ISO 17100 & ISO 18587
Terminologiedatenbank
Die Steuerungsschicht für konsistente Fach- und KI-Übersetzungen
Trados · ECQA · LICS · SDL · Quanos · tekom · ISO 9001
Eine Fachübersetzung ist nur so konsistent wie die Begriffe, auf denen sie beruht. Glossar, Terminologie und Terminologiemanagement bezeichnen drei Reifegrade derselben Sache: Ein Glossar ist die Einstiegsform: eine abgestimmte Begriffsliste. Strukturiert, mehrsprachig und mit Definition, Kontext und Quelle versehen, wird daraus eine Terminologiedatenbank (Termbank). Wird sie laufend gepflegt und gesteuert, ist es Terminologiemanagement.
Mit maschineller Übersetzung und KI gewinnt diese Grundlage an Gewicht. KI-Systeme formulieren flüssig, aber begriffs-blind: Sie wählen plausible statt verbindliche Benennungen und wechseln sie ungefragt. Erst die eingespeiste Terminologie lenkt die Ausgabe dorthin, wo sie verlässlich ist. Zwei Bewegungen entscheiden: Terminologie extrahieren und Terminologie nutzen.
Terminologie wirkt erst, wenn sie systematisch entsteht und konsequent eingesetzt wird. Drei Schritte machen aus Wortlisten eine steuernde Ressource:
Extrahieren
Aus Ihren Bestandsdokumenten, früheren Übersetzungen und Translation Memorys gewinnen wir Begriffskandidaten, per Term-Mining, anschließend fachlich bereinigt und mit Ihnen freigegeben.
Einspeisen & nutzen
Die freigegebene Terminologie fließt in die Übersetzungswerkzeuge ein: Im CAT-Tool und in der MÜ-Engine wird sie auf Ihre Benennungen verpflichtet; ein automatischer Abgleich prüft die Ausgabe gegen die Termbank, vor dem Post-Editing nach ISO 18587.
Pflegen & steuern
Eine Termbank lebt. Neue Begriffe, Korrekturen und Freigaben werden laufend gepflegt, mit klaren Rollen, damit die Bestände konsistent und nachvollziehbar bleiben.
Projekt anfragen & beraten lassen
Sie haben technische Dokumente zu übersetzen? Schicken Sie uns 1–2 Beispieldateien. Sie erhalten eine konkrete Empfehlung und ein Angebot innerhalb von 24 Stunden.
Terminologiearbeit klingt nach großem Projekt. Der Einstieg ist es nicht. Wir holen Sie dort ab, wo Sie heute stehen, und machen aus vorhandenem Material Schritt für Schritt eine strukturierte, KI-fähige Termbank.
Start, wo Sie stehen
Schon eine einfache Excel-Liste oder ein bestehendes Glossar genügt als Ausgangspunkt, kein Großprojekt nötig.
Wir extrahieren, statt zu fordern
Per Term-Mining gewinnen wir Begriffskandidaten aus Ihren Bestandsdokumenten, Glossaren und Translation Memorys und legen pro Begriff die erlaubte und die unerwünschte Schreibweise fest. Sie müssen nicht alles selbst liefern.
Übersetzen & ergänzen
Die Benennungen werden in die Zielsprachen übertragen und um Definition, Kontext und Verwendungshinweise ergänzt, eine eindeutige Benennung je Sprache.
Validieren & freigeben
Die Einträge werden fachlich geprüft und von Ihnen freigegeben. Erst nach der Freigabe ist ein Begriff verbindlich, so entsteht eine strukturierte, mehrsprachige Termbank mit erlaubten und unerwünschten Benennungen, Definition und Kontext.
Sichtbar & nutzbar
Über das browserbasierte Tool sehen und pflegen alle Beteiligten die Terminologie einfach online.
Gepflegt & in die KI eingespeist
Neue Begriffe kommen hinzu, veraltete werden ausgesteuert. Die freigegebene Terminologie steuert MÜ und CAT; der Nutzen ist sofort spürbar: Konsistenz und weniger Korrekturschleifen.
Terminologie-Schnellstart: Wir machen aus Ihrem vorhandenen Material eine KI-fähige Starter-Termbank, die leichte Tür zum laufenden Terminologiemanagement.
Wie Termbank, Glossar und Translation Memory zusammenspielen
Glossar, Termbank und Translation Memory werden oft verwechselt. Sie erfüllen aber drei unterschiedliche Aufgaben und entfalten ihren Nutzen erst im Zusammenspiel.
Glossar: der Einstieg. Eine verständliche Liste wichtiger Fachbegriffe mit kurzer Erklärung, gedacht zum Nachschlagen und für ein gemeinsames Verständnis. Wie eine solche Sammlung aussieht, zeigt unser öffentliches Glossar.
Termbank: die verbindliche Steuerungsschicht. Strukturiert, mehrsprachig und verbindlich: pro Begriff die erlaubte und die unerwünschte Benennung, mit Definition und Kontext. Die Termbank steuert, welche Benennung in jeder Sprache tatsächlich verwendet wird, in CAT-Tools wie in der KI.
Translation Memory: das Gedächtnis. Speichert ganze geprüfte Satzpaare und gibt sie bei ähnlichen Texten wieder aus: Konsistenz auf Satzebene und weniger Aufwand bei Updates. Mehr dazu auf der Seite zu unseren Translation-Memory-Systemen.
Damit diese drei Schichten zusammenpassen, braucht es Menschen, die sie steuern. Unsere Projektmanager:innen und der Language Operator verbinden Sprache, Werkzeuge und Prozess, sie pflegen Termbank und Glossar, halten das Translation Memory sauber und sorgen dafür, dass die KI mit der richtigen Terminologie arbeitet. So bleibt die Verantwortung für Qualität durchgehend beim Menschen.
Wann lohnt sich eine Termbank?
Eine Termbank lohnt sich, wenn …
- … Übersetzungen wiederkehren oder wachsen: Dokumentation, Updates, Produktvarianten.
- … mehrere Sprachen, Beteiligte oder Lieferanten zusammenkommen und Konsistenz organisiert werden muss.
- … Inhalte sicherheits- oder haftungsrelevant sind und eine falsche Benennung teuer wird.
- … KI und maschinelle Übersetzung gesteuert werden sollen, statt frei zu formulieren.
- … Produkte oder Anlagen lange leben und Begriffe über Jahre stabil bleiben müssen.
Eine schlanke Lösung reicht, wenn …
- … es um eine einmalige, kleine Übersetzung ohne Folgeaufträge geht.
- … nur eine Sprachrichtung mit wenig Fachterminologie betroffen ist.
- … Tonalität wichtiger ist als feste Benennungen, etwa bei Marketing- und Kommunikationstexten.
- … Sie am Anfang stehen: dann genügt oft ein einfaches Glossar als Einstieg, die Termbank kann später daraus wachsen.
Ihre Terminologie gehört Ihnen
Ihre Fachbegriffe bleiben Ihre Fachbegriffe. Wir legen für jeden Kunden abgegrenzte, firmenspezifische Bestände an: eigene Termbank, eigenes Translation Memory, eigene Daten, strikt getrennt von anderen Kunden. Ihre Texte und Begriffe werden ausschließlich für Ihre Übersetzungen genutzt, nicht zum Training von Übersetzungs-Engines. Ihre Terminologie stellen wir Ihnen auf Anfrage in offenen Standardformaten (TBX) bereit, ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Werkzeug. Das Translation Memory entsteht darüber hinaus aus unserer Übersetzungs- und Prüfleistung; dessen Bereitstellung vereinbaren wir im Einzelfall mit Ihnen.
Abgesichert wird das durch klare Prozesse und Technik: DSGVO-konforme Verarbeitung, Server in der EU, geschützte und laufend gewartete IT-Systeme. Geheimhaltungsvereinbarungen sind selbstverständlich. Mehr dazu lesen Sie unter IT-Sicherheit und Datenschutz.
Terminologie online: an einem Ort
Termbank und Glossar liegen nicht als Datei auf einem Laufwerk, sondern in einem browserbasierten Werkzeug, ohne Installation erreichbar. Beteiligte aus Fachabteilung, Übersetzung und Redaktion suchen Begriffe über alle Sprachen hinweg, sehen Definition und Kontext, schlagen neue Benennungen vor und geben sie frei. So bleibt die Terminologie an einem Ort aktuell, statt in verstreuten Listen zu veralten.
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Häufige Fragen
Brauche ich überhaupt eine Termbank, oder reicht ein Glossar?
Wie bauen Sie eine Termbank für uns auf?
Können wir vorhandenes Material wiederverwenden?
Gehört die Terminologie uns und können wir sie wieder mitnehmen?
Wie steuert die Terminologie unsere KI- und MÜ-Übersetzungen?
In wie vielen Sprachen lässt sich eine Termbank führen?
Wie wird die Terminologie aktuell gehalten?
Ihre Terminologie in guten Händen
Übersetzungen, auf die Sie sich verlassen können
Sie möchten Ihre Terminologie aufbauen oder KI-fähig machen? Schicken Sie uns Ihr vorhandenes Material. Wir empfehlen den passenden Weg und erstellen ein Angebot.
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