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  • Das COMLOGOS 1×1

    Desktop Publishing (DTP)

    Unternehmen investieren Zeit, Geld und Kreativität in die Texte und das Design ihrer Grafiken und Unterlagen. Das können Firmenpräsentationen, Handbücher, Broschüren, Mailings oder Newsletter sein. Die Inhalte werden meistens Corporate Design-konform gestaltet.

    Sobald ein deutschsprachiges Dokument gestalterisch und inhaltlich final ist, werden Übersetzungen für Zielmärkte benötigt, denn multilinguale Expansion ist im Zeitalter von Internationalisierung und Globalisierung für Unternehmen essentiell geworden.

    Was bedeutet das? Den Inhalt übersetzen lassen und den deutschen Text mit der Fremdsprache tauschen? Das klingt sehr einfach, oder? Die Wahrheit ist, dass die Änderung der Sprache dazu führen kann, dass sich das Aussehen des schönen Dokuments gravierend verändert.

    Romanische Sprachen benötigen bis zu 30 % mehr Platz als im Deutschen. Dadurch verändern sich die Positionen von Abbildungen, Zeilen- und Seitenumbrüchen oder der Text wird für das Dokument zu lang. Eventuell müssen neue Seiten hinzugefügt werden.

    Desktop Publishing

    Um das schöne Layout und die Formatierung des Dokuments auch in der Übersetzung zu bewahren, kommt die Dienstleistung DTP-Fremdsprachensatz (Desktop Publishing) ins Spiel. DTP-Experten (Grafiker) nehmen Format-Anpassungen in allen benötigten Sprachen vor und das Layout bleibt für den medialen Einsatz in Print oder Digital erhalten.



    Im DTP-Fremdsprachensatz werden Programme wie zum Beispiel InDesign, Illustrator, Photoshop, Acrobat, Freehand, Corel Draw, PageMaker, QuarkXPress, FrameMaker und MS Publisher eingesetzt.

    Die Texte werden anschließend extrahiert und ins Übersetzungsprogramm "SDL Trados" eingespeist. Falls das Format nicht passt, muss diese Datei nochmal umgespeichert werden, wie beispielsweise von IGLL in IDML.

    Die Texte werden auf Umbrüche, harte Trennungen, doppelte Leerzeichen analysiert und korrigiert. Nach der Übersetzung wird das Dokument über "SDL Trados" reimportiert und auf Überlänge und Umbrüche geprüft. Danach werden die Texte im Original-Layout wieder hergestellt. Manche Sprachen haben eine eigene Richtlinie, sodass Anpassungen für den Zielmarkt notwendig sind. Ein Beispiel lässt sich mit Chinesisch aufzeigen. Hier wird mit Blocksatz, anstatt linksbündig, gelayoutet.

    Bevor die Übersetzung an den Auftraggeber geliefert wird, stellt der Übersetzer zum Schluss sicher, ob der richtige Text korrekt dargestellt wird. An dieser Stelle geht ein erfolgreiches Übersetzungsprojekt mit DTP zu Ende.

    Tipps für einen effizienten Übersetzungsprozess mit Fremdsprachensatz (DTP):

    1. Editierbare Texte, auch in Bildern & Grafiken

    2. Verknüpfte Grafiken mitsenden

    3. Ebenen offen lassen (NICHT sperren)

    4. Einheitlichkeit im Stil, Format- und Absatzformatvorlagen*

    5. Verwendung von Open Type-Fonts oder Schriftenart zur Verfügung stellen**


    *Vorlagen erleichtern den Satz in Fremdsprachen, da Änderungen nicht einzeln an verschiedenen Stellen des Dokuments durchgeführt werden müssen, sondern einmalig in der Vorlage.

    **Unternehmen kreieren innerhalb ihrer CI-Richtlinien oft eine eigene Wunschschriftart. Diese Schriftarten (Fonts) werden möglicherweise nicht für fremdsprachige Zeichen und Schriften unterstützt. Fonts funktionieren mit Unicode-Kodierung. Dies ermöglicht es, dass verschiedene Schriften, Sonderzeichen (wie beispielsweise in Tschechisch oder Slowakisch) und sogar mehrere unterschiedliche Systeme in einem Dokument verwendet werden können. Mit den weitverbreiteten Standardschriften wie Arial, Times oder Calibri ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass benötigte Zeichen und Schriften in Fremdsprachen darstellbar sind.


    Ihr COMLOGOS-Team

    Wir danken "pexels.com" für die Bilder.